Warum Italien / Bologna / Kommunikation?

30März2018

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,

 

seit September bin ich in Bologna. Leider habe ich bis jetzt noch nicht die Möglichkeit gehabt, wieder einen neuen Blog zu schreiben, weil ich mich zunächst hier zurechtfinden wollte und erst einmal alles auf mich einwirken lassen wollte.

 

Die grundsätzliche Frage "warum denn überhaupt Italien?" werden sich sicher einige gestellt haben. Es gab da so einige Gründe: schon während meiner Schulzeit hatte ich immer den Traum, ins Ausland zum Studieren zu gehen, und da ich ja schon etwas Italienisch in der Schule gelernt hatte, habe ich mich schon "damals" (circa vor vier Jahren) das erste Mal mit dem Gedanken, in Italien zu studieren, auseinandergesetzt. Zu dieser Zeit waren jedoch eher Bozen / Brixen oder Rom im Gespräch, wobei ich direkt nach dem Abi dann die Tendenz hatte, doch in Deutschland zu studieren.

Nach der Schule, wie ja die meisten von euch wissen, wollte ich ein Jahr "was anderes" machen und habe mich entschlossen, für ein Jahr nach Sizilien zu gehen, um mein Italienisch zu verbessern und neue Erfahrungen zu machen. Dort habe ich meinen jetzigen Freund kennengelernt, der Sizilianer ist. Das hat die Lage etwas komplizierter gemacht. Da er kein Deutsch spricht, wussten wir nicht genau, wie es nach dem Jahr in Sizilien weitergehen sollte. Also haben wir gemeinsam entschieden, im Norden Italiens zu versuchen, uns zurecht zu finden mit Studium oder Arbeit.

 

Dann kommt die nächste Frage: "und wieso dann ausgerechnet Bologna?" Grundsätzlich hätten wir sicher auch in Sizilien bleiben können, aber die Insel ist leider voll von Problemen und im Rest Italiens sind sizilianische Universitäten nicht sehr gut angesehen. Also wollten wir in den Norden.

Der Direktor des Servizio Cristiano in Sizilien (dort habe ich das FSJ gemacht) hat zufälligerweise auch Kommunikationswissenschaften studiert und konnte mir ein paar Unis in Italien empfehlen: Florenz, Mailand und Bologna seien die besten für diesen Studiengang (er selbst hat in Rom studiert und war sehr unzufrieden, da die Uni sich nicht an den Veränderungen der Zeit orientiert). Von diesen Städten ist es letztendlich Bologna geworden, weil die Universität ja auch einen guten Ruf in Deutschland hat und die älteste Universität der westlichen Welt ist (und vermutlich die viertälteste der Welt nach drei arabischen Unis).

 

Zu der Wahl des Studienfachs: auch wenn ich in Deutschland studieren würde, hätte ich dieses Fach gewählt, da mich die Medienwelt unglaublich reizt (vor allem das Fernsehen und Internet). An den Kommunikationswissenschaften gefällt mir außerdem sehr, dass man nicht auf einen Beruf festgelegt ist nach dem Studium, sondern sich noch in der Arbeitswelt selbst orientieren kann, denn ich finde sehr viele Bereiche der Medien interessant.

 

Ich möchte hier einfach ein bisschen von meinen Erfahrungen festzuhalten und weiterzugeben, weil es, wie ich festgestellt habe, wirklich wenige Leute gibt, die zum Studieren ins Ausland gehen. Klar, Erasmus machen schon einige, aber ich glaube, sehr viele haben Angst davor, für längere Zeit im Ausland zu studieren, da sie sich möglicherweise alleine und verloren fühlen könnten. Diese Ängste sind persönliche Meinungen, die ich auch nicht zwanghaft verändern möchte, aber ich würde gerne Informationen und Eindrücke für andere hierlassen, die vielleicht auch mit dem Gedanken spielen, im Ausland zu studieren. Ich selbst habe auch im Internet nach Eindrücken gesucht und erstaunlich wenig gefunden, was hilfreich für mich war - daher dieser Blog. smile

 

Viele liebe Grüße

Svenja

Zur Stadt

30März2018

Liebe Freunde, Familie und Bekannte,

 

Bologna ist wirklich eine für mich sehr besondere Stadt. Sie ist sehr mittelalterlich und historisch. Neben sehr viel altehrwürdiger Kultur findet man auch die moderne Kultur, denn hier ist es voll von Menschen, junge und alte, innovative und teils verrückte, eben eine echte Studentenstadt. Dadurch, dass hier so viele junge Leute sind, ist alles sehr lebhaft und man lernt schnell neue Leute kennen. Außerdem sind in Bologna auch sehr viele Leute aus dem Ausland (so wie ich laughing), was mich auch sehr reizt.

Das Wahrzeichen der Stadt sind die zwei Türme (wie auf dem Titelbild zu sehen ist), die an der Kreuzung der fünf Wege, die zu den Stadttoren führen, liegen. Sie stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind beide schief wegen eines Bodensturzes im 14. Jahrhundert. Man kann auch auf den höheren Turm hinaufsteigen, aber in Bologna heißt es, wer das macht, schließt sein Studium nicht ab. Oh oh, da warte ich wohl lieber noch wink

Außerdem sind hier einige schöne Kirchen und Basilikatas, wie auf der Piazza Maggiore die Basilikata San Petronio:

Basilicata San Petronio

Die Fassade wurde bis heute nicht fertiggestellt.

 

 Allgemein kann ich einen Besuch in Bologna nur empfehlen! Hier noch ein paar Fotos:

  Schutzpatron: San Petronio Kunstwerk

Posen in BolognaDer Papst in Bologna

 

Viele liebe Grüße

Svenja